7. Für wen ist Factoring geeignet? Und für wen nicht?
Wichtigste Voraussetzung für Factoring ist eine klare, transparente und abgeschlossene Leistungserbringung. Im einfachsten Falle liegt eine Warenlieferung zu Grunde, die durch einen Lieferschein bestätigt wird.
Schwierig sind jede Form von Werksvertrag, VOB-Abrechnungen, Teilzahlungen, Privatkundenumsätze, verbundene Unternehmen, etc.
Auch für die genannten „Problembereiche“ sind aber Factoring Lösungen möglich. So gibt es Factoring Anbieter, die auch VOB Rechnungen ankaufen, es gibt Factoring Lösungen sowohl für Handwerker Factoring als auch für Privatkunden Factoring. In jedem Fall kann hier ein spezialisierter Factoring Berater weiterhelfen.
Bis vor wenigen Jahren wurde ein Factoring Umsatz von mehr als 2 M€ vorausgesetzt, um sinnvolle Factoring Lösungen zu erreichen. Zwischenzeitlich sind auch sehr leistungsfähige Factoringgesellschaften am Markt, die Factoring ab einem Factoring Umsatz von 250 T€ anbieten.
Factoring ist nicht geeignet für mittelständische Unternehmen, die keinen Liquiditätsbedarf haben. Factoring sollte nicht eingesetzt werden, um bestehende Finanzierungen abzulösen, sondern sollte immer bestehende Finanzierungen ergänzen. Letztlich stellt Factoring einen Baustein im Finanzierungsmix dar, wie Eigenkapital, Darlehen, Kontokorrent oder Mezzanine.