12. Wie reagieren unsere Kunden auf ein offenes Factoring?
Wie schon beschrieben sind die Ängste gegenüber einem offenen Factoring durchaus vorhanden, den letztlich wird dadurch in die sensible Schnittstelle zum Kunden eingegriffen. Die Erfahrungswerte von Tec7 können den beiden folgenden Praxisbeispielen entnommen werden:
- Ein Mandant, der in einer erzkonservativen Branche tätig ist, in der Geschäftsbeziehungen mehr oder weniger vom Konsul an der Grafen vererbt werden, hat durch Managementfehler in den USA einen Liquiditätsbedarf. Aufgrund der Bonität sieht Tec7 die Umsetzung eines stillen Factoring als schwierig an, sollte aber zunächst versucht werden. Im Verlauf ist nur ein offenes Factoring möglich und die 1.650 bestehenden Kunden, davon ca. 65% Ausland werden angeschrieben. Von insgesamt drei Kunden kommt eine Reaktion. Ein Kunde, der als notorischer Schlechtzahler bekannt ist, beschwert sich, das entspricht 0,06%. Zwei Kunden wollen den Kontakt zu Tec7, da sie selbst Factoring einsetzen wollen und dafür einen erfahrenen Factoring Berater suchen.
- Eine börsennotierte AG (240 M€ Umsatz, 450 Mitarbeiter) möchte seine Bilanzkennzahlen verbessern und in diesem Zuge auch die Finanzierung durch Factoring verbessern. Als Tec7 beim CEO und beim CFO die Unterscheidung offenes und stilles Verfahren ansprach erhielten wir folgenden Kommentar: „…natürlich können wir über Banken finanzieren und natürlich können wir jederzeit eine Kapitalerhöhung durchführen. Factoring bietet für uns aber wesentliche Vorteile, warum sollte ich mich also hinter einem stillen Factoring verstecken? Wenn wir Entscheidungen treffen, dann hat das fundierte Gründe und zu diesen Entscheidungen stehen wir…..“