16. Wie verbessert Factoring meine Liquidität?
Im Factoring werden alle factoringgeeigneten Forderungen verkauft. Dieser Liquiditätseffekt ist zunächst einmalig. Da jede neu entstehende Forderung sofort verkauft wird und der Wiederaufbau der Bilanzposition „Forderungen aus Lieferung und Leistungen“ nicht mehr nötig ist, ist dieser Effekt nachhaltig und dauerhaft.
In der Factoring Praxis können sich dabei z.B. folgende Kennzahlen ergeben:
Eine Maschinenbaufirma erzielt einen Jahresumsatz von 14 M€ und gewährt ein branchenübliches Zahlungsziel von 30-45 Tagen. Im Durchschnitt bezahlen die Kunden ihre Rechnungen nach 49 Tagen. Aus Umsatz und Forderungslaufzeit errechnet sich ein Forderungsbestand in Höhe von 1,9 M€ (14 M€x49/360 Tage). Von den Forderungen sind 90% factoringgeeignet, auf die wiederum ein Factor 90% bevorschusst. Aus dem Factoring kann also eine Liquidität in Höhe von 1,54 M€ (1,9 M€x0,9x0,9) geschöpft werden.
An Kosten entstehen dabei eine Factoringgebühr auf 16,7 M€ (Brutto-) Umsatz, Zinsen auf 1,54 M€ Liquidität und Prüfgebühren für alle Debitoren.
Durch die Liquidität kann im Einkauf besser skontiert werden, die Skontoerträge stehen den Kosten entgegen und übersteigen diese meist erheblich.