Die Veränderung des Bilanzratings
In der nächsten Tabelle sind die Ratingverbesserungen der einzelnen Unternehmen dargestellt. Verbessert ein Unternehmen sein Rating von BBB auf BBB+, so ist das eine Verbesserung um eine Stufe.
| Lfd. Nr. | Name des Unternehmens | Bilanzrating alt | Bilanzerating neu | Anzahl Stufen |
| 1 | A.S. Creation Tapeten AG | BBB- | A- | +3 |
| 2 | Agor AG | CCC+ | CCC+ | 0 |
| 3 | Ahlers AG | BB+ | BBB | +2 |
| 4 | Alno AG | CCC+ | B | +2 |
| 5 | Arques Industries AG | BB+ | BBB | +2 |
| 6 | Balda AG | BBB- | A+ | +5 |
| 7 | Bavaria Industriekapital AG | BB | BBB+ | +4 |
| 8 | BBS Kraftfahrzeugtechnik AG | CCC+ | B- | +1 |
| 9 | Berentzen Gruppe AG | B+ | BBB- | +4 |
| 10 | Bertrand AG | B | BBB- | +5 |
| 11 | Brüder Mannesmann AG | B- | B+ | +2 |
| 12 | Cenit AG Systemhaus | A+ | AA+ | +3 |
| 13 | Centrotec Sustainable AG | BB | BBB | +3 |
| 14 | CeWe Color Holding AG | BB | BBB- | +2 |
| 15 | Cinemedia Film AG | CCC | B- | +2 |
| 16 | Computerlinks AG | BB- | BBB+ | +5 |
| 17 | Creaton AG | BB | BB | 0 |
| 18 | Curtis 1000 Europe AG | CCC+ | B | +2 |
| 19 | D+S Europe AG | B+ | BB+ | +3 |
| 20 | Edding AG | BB- | BB+ | +2 |
| 21 | Ehlebracht AG | B+ | BB- | +1 |
| 22 | EM TV AG | BB | BBB- | +2 |
| 23 | Erlus AG | BB | BB+ | +1 |
| Lfd. Nr. | Name des Unternehmens | Bilanzrating alt | Bilanzerating neu | Anzahl Stufen |
| 24 | ErSol Solar Energy AG | BBB- | BBB- | 0 |
| 25 | Escada AG | BB- | BB+ | +2 |
| 26 | Gerry Weber International AG | BBB | A- | +2 |
| 27 | H&R Wasag AG | BB- | BB+ | +2 |
| 28 | Hans Einhell AG | BBB | A- | +2 |
| 29 | Herlitz AG | CCC+ | B+ | +3 |
| 30 | Indus Holding AG | B+ | BB | +2 |
| 31 | Jagenberg AG | BB | BBB+ | +4 |
| 32 | Köhler & Krenzer Fashion AG | BB+ | BBB- | +1 |
| 33 | Leica Camera AG | CCC- | CCC+ | +2 |
| 34 | Masterflex AG | BB- | BB+ | +2 |
| 35 | MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG | B | BB- | +2 |
| 36 | Neschen AG | C | CC | +1 |
| 37 | Primion Technology AG | BB- | BBB | +4 |
| 38 | Progress Werk Oberkirch AG | BB | BB+ | +1 |
| 39 | Silicon Sensor International AG | BB | BBB- | +2 |
| 40 | STO AG | BB- | BB+ | +2 |
| 41 | Stöhr & Co. AG | CCC+ | B+ | +2 |
| 42 | Sunways AG | B | B | 0 |
| 43 | Surteco AG | BB | BB+ | +1 |
| 44 | Takkt AG | BBB | BBB+ | +1 |
| 45 | Uzin Utz AG | BB | BB+ | +1 |
| Durchschnitt | 2,11 |
Tabelle 11: Die Veränderung der Bilanzratings
Durch den Verkauf der Forderungen haben sich diverse der in Punkt 8.6 genannten Kennzahlen verändert und sind durch die Software neu berechnet worden. Nach den Analyseprämissen ergeben sich bei den Kennzahlen Sachanlagen zu Umsatz, Vorräte zu Umsatz, Anlagedeckungsgrad A und Gewinnrücklagen zu Eigenkapital keine Veränderungen. Die Kennzahl der Außerbetrieblichen zu den betrieblichen Erträgen erfährt nur eine Änderung, wenn vor der Simulation bereits ein außerbetriebliches Ergebnis ausgewiesen wird. Die Kennzahlen Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung zu Materialaufwand als auch der Anlagedeckungsgrad B verändern sich nur, wenn es mit der aus der ABL-Transaktion gewonnenen Liquidität möglich ist, neben den kurzfristigen Verbindlichkeiten auch langfristige Verbindlichkeiten bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zurückzuführen. Alle anderen Kennzahlen erfahren unabhängig davon immer eine Veränderung. Eine Veränderung der Kennzahlen bedeutet aber nicht notwendigerweise eine Verbesserung oder Verschlechterung des Bilanzratings. Bei nur geringen Änderungen bleibt das Rating konstant. Je größer die Veränderung der Kennzahlen, desto stärker sind die Auswirkungen auf das Rating. Für alle untersuchten Unternehmen finden sich die entsprechenden Ratinggutachten, die direkt mit der Ratingsoftware erstellt wurden, im Anhang. In den Gutachten sind die Kennzahlen auch farblich dargestellt. Und durch den Vergleich der Bewertung der Kennzahlen durch die Software vor und nach der Simulation lässt sich die Relevanz der Veränderung einzelner Kennzahlen für die Ratingnote erkennen. Im Rahmen der Analyse zeigt sich, dass bei 41 von 45 Unternehmen eine Verbesserung des Bilanzratings erreicht werden kann. Der Hauptgrund für den Grad der Veränderung des Bilanzratings ist nach Ansicht des Verfassers die Höhe der verkaufbaren Forderungen in Relation zu der Bilanzsumme. Dies lässt sich bei den Unternehmen, die sehr starke bzw. keine Veränderungen im Rating aufweisen, erkennen. Bei der Bertrand AG sind 41,24 % der Bilanzsumme verkaufbare Forderungen, bei der Computerlinks AG sogar 57,10 %. Und auch die Balda AG weißt hier mit 24,46 % einen hohen Wert auf. Die Unternehmen bei denen keine Ratingverbesserung erzielt wird, erreichen bei dieser Relation nur sehr geringe Werte. Bei der Sunways AG sind nur 8,8 % der Bilanzsumme verkaufbare Forderungen, bei der Agor AG nur 8,49 %. Die niedrigsten Werte können mit 2,13 % bei der ErSol Solar Energy AG und bei der Creaton AG mit 1,74 % festgestellt werden. Im Gegensatz zu den anderen Unternehmen findet damit nur eine Bilanzverkürzung in sehr geringem Umfang statt, die Kennzahlen bleiben nahezu unverändert und das Bilanzrating bleibt konstant. Eine Verschlechterung des Bilanzratings trat bei keinem Unternehmen ein. Es ist nun interessant zu untersuchen, welche der Analyseprämissen den größten Einfluss auf die Veränderung des Bilanzratings hat. Hierzu wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt.